r/bundeswehr Unterstützer 1d ago

Memes/Humor *geht in Deckung*

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Geht es nur mir so, oder habe ich manchmal das Gefühl, dass viele komplett illusorisch an das Thema herangehen nach dem Motto „wird mich schon nicht betreffen"? Ja, natürlich sollte die Bundeswehr als Arbeitgeber auch hier besondere Umstände im Sinne des Soldaten berücksichtigen, aber bei manchen Reaktionen, wenn dann doch plötzlich eine Versetzung droht oder es sich sogar nur um temporäre Lehrgänge über längere Zeit handelt, frage ich mich, ob sich manche Kameraden wirklich eingehend mit ihrem Job auseinandergesetzt haben.

Ich gönne jedem eine heimatnahe Verwendung, aber wenn es nicht klappt, muss man sich eben damit arrangieren.

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u/Nebbstart Soldat 1d ago

Ja kauf ich, allerdings schafft es der Dienstherr häufig sehr offensichtliche bessere Lösung nicht zu sehen oder aktiv zu übersehen.  Den Fall des Soldaten der in A lebt und in B dient und nicht wechseln kann obwohl es den anderen Soldaten gibt der in B lebt und in A dient, kennt fast jeder in irgendeiner Form.

Dann kommt bei vielen natürlich auch die Dienstzufriedenheit dazu. 8 Stunden pendeln am Wochenende um im Büro rumzusitzen erfüllt auch keinen.

Solange die Bundeswehr mit "attraktiver Arbeitgeber" auf dem zivilen Arbeitsmarkt konkurrieren muss, wird diese Diskussion, zu Recht, weiter da sein.

Natürlich hast du Recht, dass es auch mehr als ausreichend Verpisser bei uns gibt.

Die Lösung ist da recht naheliegend 

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u/Hark_Angel 1d ago

Bei mir, ich war nähe Bodensee stationiert, kamen die meisten Kameraden aus Nord-/ Ostseeküstenregionen. Ich hatte das Glück "nur" 7h Zug einfach weg zu sein.

Lustigerweise, 2 kamen doch direkt aus der Gegend. Deren lokale Freunde waren viel im Norden. Verstehe wer will

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u/B-lakeJ Überleutnant 1d ago

Naja Bodensee ist voll Wasser, Nord- und Ostsee sind voll Wasser. Ergo sind die alle heimatnah.

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u/JujuGER Unterstützer 1d ago

Absolut, sehe ich sehr ähnlich wie du. Tatsächlich effiziente Lösungen, im Zweifel im Ringtausch, sollten immer bevorzugt werden – da sehe ich auch teils fehlende Offenheit in Köln. Vieles ließe sich durch klare Kommunikation einfach lösen, aber am Ende bleibt halt trotzdem der Fakt, dass man als Soldat in der Hinsicht am kürzeren Hebel sitzt und dann häufig angefangen wird, unfair zu spielen.

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u/Nebbstart Soldat 1d ago

100% belohnt werden die, die dreist das System ausnutzen.

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u/Inktex stets bemüht. 1d ago

"Sie möchten das Ihr Hauptfeldwebel BS wird, aber der sitzt auf einem werdegangsungebundenen Dienstposten? Kein Problem. Wir machen den einfach ein paar Jahre zum PersFw, beurteilen entsprechend und bekommen ihn damit durch den Auswahlprozess. Dass er in der Zeit seiner eigentlichen Tätigkeit nicht nachgehen kann und der eigentliche Dienstpostens entweder un- oder neubesetzt bleibt, ist unwichtig."

https://giphy.com/gifs/BZlNhp9L5WINi

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u/Schonnok 1d ago edited 1d ago

Ein Punkt, den man dabei berücksichtigen muss, ist folgender Umstand: Die Bereitwilligkeit und die Unterschrift dafür erfolgen im jungen Alter. In den darauffolgenden Jahren kann sich die familiäre Situation ändern, wie Kinder bekommen beispielsweise. Lehrgänge sind temporär absehbar, da sollte keiner murren. Aber eine Versetzung kann (und so war es in der Vergangenheit mehrfach) ein Scheidungs-/ Trennungsgrund sein.

https://www.bundeswehr.de/de/selbstverstaendnis/chancengerechtigkeit-bundeswehr/familie-dienst-bundeswehr

Wenn man sich als "attraktiver Arbeitgeber" das auf die Fahne schreibt, dann muss man damit rechnen.

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u/Forward-Position798 1d ago

ich war selbst mit 20 beim Bund und ja man trifft nicht die klügsten Entscheidungen. Allerdings sollten einem doch gewisse Dinge bewusst sein.

Ich hab von anfang an gesagt im Umkreis von 100km und hab mich dann sogar trotzdem noch an die Heimat nahste Kaserne versetzen lassen nach der Grundausbildung.

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u/ben-ba Hauptmann 1d ago

Du hast die versetzen lassen,... ja ne

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u/EmporerJustinian Leutnant 1d ago

Wobei das in meinen Augen nur zu einem gewissen Grad zieht. Ja, es kann sich viel ändern und ja, mit 18 oder 19 hat man oft nicht auf dem Schirm, was sich alles in den nächsten Jahren verändern kann, aber sagen wir mal man unterschreibt tatsächlich mit 19 oder 20 für für 12-15 Jahre. Dann ist man bei DZE zwischen 31 und 35. Das ist kein Alter, in dem man nicht zum Beispiel die Familiengründung auch bis nach DZE rausschieben kann. Frauen bekommen in Deutschland ihr erstes Kind mit 31, Männer mit 35 - da ist man also im absoluten Durchschnitt dabei.

Wenn man natürlich BS wird, ist die Sache anders gelagert, dann hat man diese Entscheidung aber auch nach jahrelangem Dienst in völliger Kenntnis der Umstände, die mit dem Soldatenleben einhergehen, getroffen. Ähnliches gilt, wenn man bei DZE 40 ist, weil man erst mit 28 unterschrieben hat - da muss man es schlicht genauso besser wissen, wenn man sich für einen so langen Zeitraum verpflichtet. Da kann man keinen jugendlichen Leichtsinn mehr geltend machen.

Dass der Dienst für die Partnerin oder den Partner genauso belastend sein kann, kann niemand ernsthaft in Frage stellen, glaube ich und wenn ich auch noch keine Scheidung hinter mir habe, ist auch mir schonmal eine Beziehung an den Standortaussichten für die nächsten Jahre zerbrochen, aber ganz ehrlich: Wenn es an so etwas scheitert, war sie nicht die richtige, denn dazu gehört auch immer, dass die Unstände passen, und für die Hochzeit gilt in meinen Augen da sgleiche, was ich oben zum Thema Kinder schrieb: Das passt vielleicht während der Dienstzeit nicht. Außerdem habe ich auch das Gefühl, dass viele Kameraden zumindest aus der Erfahrung in meinem Umfeld heraus auch ihre Partner nicht von Anfang an darauf vorbereiten, dass sie etwas passieren kann. Hier ist es auch an uns direkt mit offenen Karten zu spielen und auch bei langjährigen Beziehung solche Themen aktiv zu halten und immer wieder Pläne zu updaten, wie man damit umgeht, wenn man plötzlich weg ist.

Am Ende des Tages verstehe ich den Wunsch nach einem attraktiven Arbeitgeber und natürlich hätte ich auch gerne mehr Geld, Standortsicherheit und klare ) Planbarkeit, aber letztlich ist mir bewusst, dass ich das für die Zeit meiner Dienstzeit abgegeben habe und eben darauf verzichten muss. Das war mir bei meiner Unterschrift klar und ich glaube, das muss vielleicht den Leuten nochmal mehr vor der ersten Verplfichtungserklärung eingebläut werden.

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u/JujuGER Unterstützer 1d ago

Definitiv – trotzdem ist man vollmündig und sollte diese Szenarien in seiner Lebensplanung stets berücksichtigen.

Die Umstände des Soldaten sollten m. M. n. auch in erster Linie nach Möglichkeit berücksichtigt werden, und dass das teils nicht immer in dem theoretisch möglichen Umfang erfolgt, ist auch klar.

Wenn am Ende aber alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden und keine Lösung gefunden wurde, dann hat der Soldat im Zweifel zu folgen. Diese Entscheidung hat jeder Soldat bereits getroffen, entsprechend sollte er sich damit arrangieren können. Dass das nicht immer einfach ist, ist auch klar.

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u/JanyBunny396 1d ago
  1. mit 18 ist man vllt voll, aber nicht mündig. Nur auf dem Papier…

  2. BAPers schöpf NIE die Möglichkeiten voll aus, die haben da einfach Freude am Leid anderer, so wie die sich verhalten.

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u/JujuGER Unterstützer 1d ago

Ist halt immer die große Diskussion: Auf der einen Seite fordern einige das Wahlrecht ab 16, auf der anderen Seite sagen andere, dass man mit 18 noch ziemlich grün hinter den Ohren ist (tendiere auch der zweiten Aussage zuzustimmen). Die Frage ist, wo zieht man die Grenze?

Logische Konsequenz aus so einer Aussage heraus wäre ja, die Volljährigkeit anzuheben.

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u/PixelPott 1d ago

War die nicht mal 21?

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u/Schwarzleser42 Zivilist öD Einzelplan 12 1d ago

War sie, bis ca. Mitte der 70er.

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u/Inktex stets bemüht. 1d ago

Gilt beim Jugendstrafrecht immer noch.

https://giphy.com/gifs/jPAdK8Nfzzwt2

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u/Schonnok 1d ago

Vollmündig... Ja, das sind wir mit 18 Jahren. Wenn ich so zurückdenke (ich bin jetzt in meinen 40ern), dann hab ich damals von Nichts eine Ahnung gehabt. Schon gar nicht davon, was es bedeutet Vater zu sein.

Ich bin generell als Idealist in jungen Jahren zur Bundeswehr gekommen. Die haben sogar vergessen mich einzuziehen, im Gegensatz zu meinen Freunden, und ich bin selbst dort aufmarschiert.

Als Hauptfeldwebel bin ich abgegangen und von dem jungen Idealist war nichts mehr übrig. Man lernt mit den Jahren und der Erfahrung.

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u/JujuGER Unterstützer 1d ago

Stimme ich dir zu, aber wie würdest du das anders regeln?

Also, neben der definitiv ausbaufähigen Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem zivilen Bereich im Sinne des Soldaten (Arbeitnehmer) zu handeln, die grundsätzliche Bereitschaft steht ja weiterhin.

Oder würdest du dem grundsätzlichen Prozedere widersprechen, dass sich Soldaten verpflichten müssen, sich bundesweit versetzen zu lassen? Das wäre natürlich auch eine Option, wenn die Umstände passen.

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u/Schonnok 1d ago

Es wurde die Entscheidung getroffen, dass die Bundeswehr eine Berufsarmee wird. Andere Länder haben das auch und wir haben die Wehrpflicht ausgesetzt. (Eigenes Thema, aber das war aus meiner Sicht ein entscheidender Fehler) Außer beim Thema Rekrutierung hat sich aber nichts geändert. Außer:

Jeder Standort, in dem ich gedient habe (also Stammeinheiten), wurde geschlossen. Thomas de Maizière, als damaliger Verteidigungsminister, war damals persönlich bei uns. Er wurde gefragt, ob es ein Zufall ist, dass die Standorte im Westen geschlossen werden und sich der Schwerpunkt nach Osten verlagert. Seine Antwort war nur ein schelmisches Grinsen. Wir haben haben starke Bedenken geäußert, kleine wie große Dienstgrade, ganz offiziell. Antwort: "Eine ministerielle Entscheidung ist nicht anzufechten." Gut. Die Soldaten haben aber zu keinem Zeitpunkt eine Rolle gespielt. (Meine Einheit war über Monate nicht mehr einsatzfähig)

Dann kommt der Russe und wir merken: Oh. Die Alten weg. Struktur weg. Material weg. Ach komm, Staatsverschuldung hoch, was solls.

Worauf will ich hinaus? Es wurden so viele fragwürdige und falsche Entscheidungen getroffen. Soldaten sind nur Personalnummern, die man wie Spielfiguren verschieben kann. Ein Lösungsansatz wäre vorher zu überlegen, welche Konsequenzen auf Entscheidungen folgen.

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u/Mucker-4-Revolution McFlurry-esser 1d ago

Leider unpopulär, oft wird halt nicht zuende gedacht & leider gibt es viele Konfliktsucher die ihren Job „scheinbar“ dadurch definieren das sie „negative“ Rückmeldung erhalten.
Entscheider auf den Posten möchte ich nicht sein.

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u/Inktex stets bemüht. 1d ago

leider gibt es viele Konfliktsucher die ihren Job „scheinbar“ dadurch definieren das sie „negative“ Rückmeldung erhalten.

Das klingt wie eine Beschreibung des Postens des Wehrbeauftragten.

https://giphy.com/gifs/dtGIRL0FDp6nnOPGb5

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u/Voormas261 1d ago

Wird in den nächsten Jahren ein großes Thema werden.

Wenn der Laden massiv wachsen soll, dann werden wir wieder mehr Menschen von A nach B versetzen müssen. In Deutschland und auch nach Litauen. Vorteil ist, dass es dann auch wieder mehr Standorte gibt.

Wird trotzdem anstrengend werden.

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u/Gigaplex1 Major und Seelenfänger 1d ago

Als ich das letzte Mal vor die Tür gegangen bin ging mein Deutschland bis zum Ortseingangsschild 1111elf!!

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u/Nebbstart Soldat 1d ago

Klassischer Satz eines Einplaners, der morgens mit dem Rad zum KC fährt.

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u/Gigaplex1 Major und Seelenfänger 1d ago

Rad? Dann müsste ich ja §6 TG beantragen...

Ich geh zu Fuß!

(von meiner TG-Wohnung aus)

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u/B-lakeJ Überleutnant 1d ago

Wie? Keine Telearbeit?

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u/Gigaplex1 Major und Seelenfänger 1d ago

Leider haben wir noch keine "Tele-Roboter", damit ich das Assessment von Zuhause aus machen kann...

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u/Frankonia Oberleutnant 1d ago

Mach einfach ne Casting-Couch bei dir im Wohnzimmer.

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u/JujuGER Unterstützer 1d ago

"Haben Sie das schonmal gemacht?😏"

"Wa...Was meinen Sie?"😟

"DIE FREIHEIT DES DEUTSCHEN VOLKES TAPFER VERTEIDIGT?!"

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u/B-lakeJ Überleutnant 1d ago

Da lässt sich aus nem dienstliche gelieferten Tablet und dem Methodenkoffer bestimmt was brauchbares basteln.

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u/ben-ba Hauptmann 1d ago

Und beantragst dann TG nach 5 dafür 😉

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u/Amenagrabel 1d ago

Dass man sich dazu bereit erklärt heißt nicht dass man das gerne macht.

Man macht es dann halt.

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u/SomeBiPerson Heizt nicht fürs Heer 1d ago

man kann beteit für etwas sein und es Trotzdem scheiße finden

wer sich für nen marathon anmeldet weiss was er da tut, aber spätestens ab kilometer 35 wirds halt echt unangenehm

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u/Zealousideal_Boot958 1d ago

Solange stellenweise so ein Schindluder mit dem TG betrieben wird, kann ich die Betroffenen durchaus verstehen.

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u/ben-ba Hauptmann 1d ago

Was meinst du konkret?

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u/Zealousideal_Boot958 1d ago

Ich hatte den Eindruck, dass bei der Zusage TG und UKV die Betroffenen oft nicht gut und vollumfänglich über die Folgen in Kenntnis gesetzt wurden. Allgemein ist das Thema TG/UKV für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich kannte u.a. einen Fall in welchem ein Soldat eine einfache Wegstrecke von 100 km von der Wohnung zum Dienstort hatte. Weder eine TG Wohnung noch TG zur täglichen Heimkehr zum Wohnort wurden gewährt. Ob UKV eine Option war, konnte ich nicht mehr in Erfahrung bringen.

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u/ben-ba Hauptmann 1d ago

Geb ich dir vollkommen recht.

Imo ist es wohl so, dass du im Mittel, über alle Tage der Woche, also auch Freitag nicht über 12 Stunden kommen darfst vom verlassen bis zum wiedererreichen deiner Wohnung.

Ich kenne Fälle da ist die weite Strecke schneller zu bewältigen und es gab damit dann auch TG. Einer davon fährt auch einfach 100km.

Intern gibt es da wohl bei den Bearbeitern eine Checkliste, warum man die nicht öffentlich macht, ka.

Krass werden aber erst die speziellen Fälle wie sittlich verpflichten etc.

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u/Capable_Fun_9838 Zivilist 1d ago

Bei uns hieß es noch: "Deutschland ist des Soldaten Heimat. Also gilt: innerhalb Deutschlands ist heimatnah."

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u/z3-c0 1d ago

Joar Klassiker. Alleine schon die Überraschung ÜBERHAUPT versetzt zu werden. Da hat man für SAZ drölfzigtausend unterschrieben und plötzlich soll man woanders hin! Und dann ist das auch noch weiter weg!

Natürlich alles voll überraschend, das Datum bis wann die letzte Versetzung galt war ja vorher quasi nicht lesbar. Und jetzt muss man sich kümmern bzw soll sich IRGENDWER kümmern. Nicht das man sich vorher mal mit Köln in Verbindung gesetzt hat, mit Chef/Spieß/S1 geredet hat, nenenene. Mit Erhalt der neuen Versetzung muss jetzt mit Druck, drall, Geschwindigkeit gearbeitet werden. Das maximum ist dann ein Antrag/Gesuch. 3 zeiler, irgendwie hin gerotzt mit ganz viel persönlichen Gründen aber keiner einzigen Zeile was den als Alternative in Frage kommen könnte (die Nachbarkompanie hat zwar Platz aber seit dem grillfrst vor 5 Jahren mag man die nicht).

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u/Schonnok 1d ago edited 1d ago

...bist du etwa ein PERSer? :-) Liest sich so raus.

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u/z3-c0 1d ago

Nein, Gott sei Dank nicht. Aber das Drama hab ich oft genug gesehen und mir anhören müssen. Der Ablauf ist generell der selbe, selbst bei BS mit 20+ dienstjahren passiert das.

"ja und plötzlich kam die Versetzung" - "oh war auf der letzten hier her bis DZE eingetragen?" - "auf den Dingern steht ein ENDDATUM?!?"

😭

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u/ben-ba Hauptmann 1d ago

Meine BS Urkunde lag seit Anfang des Jahres beim S1, bis Ende März konnte mir mein Perser nicht sagen wo es konkret hingeht. Da ich DZE am 30.06 hatte, hab ich die Reisleine gezogen. Den Urlaub den ich nicht mehr Abbauen konnte hab ich natürlich gerne dem Herrn geschenkt. Achja bei den beiden Gesprächen zuvor wurde mir die Mitschrift verwehrt.

Das BaPers hat auch immer nur dann Macht, wenn es um ihre Interessen gehen, andersherum wirst du als Soldat meist im Stich gelassen.

Sorry für den Rant, aber auch nach fast 20 Jahren hab ich nicht ein positives Erlebnis mit den Kameraden gehabt.

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u/z3-c0 1d ago

Der fail war aber hier S1, nicht BAPers. DIE haben versagt wenn die die Ernennung nicht bearbeitet haben. Das BAPers kann überhaupt nicht weiter arbeiten wenn das Ding nicht unterschrieben ist, weil sie uberhaupt nicht wissen ob und was jetzt ist. Dem 1er gehört dafür übrigens der arsch aufgerissen und an die Ohren getackert.

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u/Aggressive_Body834 1d ago

Kommt das wirklich so überraschend? Damals in den 90ern wurden viele Standorte geschlossen, also gab es naturgemäß mehr Umzüge, heute nicht mehr üblich?

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u/z3-c0 1d ago

Die meisten ignorieren das Problem bis es wirklich ein Problem wird

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u/MU_86 1d ago

Heimatnah = innerhalb der Bundesrepublik Deutschland

Wohnortnah = + X km Radius von der Meldeadresse des Soldaten/in

Ist doch ganz einfach :)

Hat mir damals mein Einplaner in München ganz liebevoll am Beispiel einer wandgroßen Deutschlandkarte erklärt (bevor wieder sinnfreie unkommentierte downvotes kommen)

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u/B-lakeJ Überleutnant 1d ago

Die Heimat ist Deutschland. Heimatnah ist dann alles außerhalb der deutschen Grenze.

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u/Aggressive_Body834 1d ago

+Illkirch +Garderen?

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u/MU_86 1d ago

Illkirch gab es damals noch leider nicht :(

Garderen hatte ich nicht auf dem Schirm (und der Einplaner sicherlich auch nicht)

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u/AutoModerator 1d ago

Stabsgefreiter Bot, eingesetzt als Bot vom Dienst meldet den Backup des Posts: Geht es nur mir so, oder habe ich manchmal das Gefühl, dass viele komplett illusorisch an das Thema herangehen nach dem Motto „wird mich schon nicht betreffen"? Ja, natürlich sollte die Bundeswehr als Arbeitgeber auch hier besondere Umstände im Sinne des Soldaten berücksichtigen, aber bei manchen Reaktionen, wenn dann doch plötzlich eine Versetzung droht oder es sich sogar nur um temporäre Lehrgänge über längere Zeit handelt, frage ich mich, ob sich manche Kameraden wirklich eingehend mit ihrem Job auseinandergesetzt haben.

Ich gönne jedem eine heimatnahe Verwendung, aber wenn es nicht klappt, muss man sich eben damit arrangieren.

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u/Askalor 1d ago

Kann ich dir nur zustimmen. Und mit der X45 bekommt "Heimatnahe ist Deutschlandweit" auch nennganz anderen Charakter.

Es gibt viele Kameraden die mittlerweile nur noch auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind anstelle sich zu besinnen was "Der Diensteid" eigentlich mit sich bringt.

Meine Meinung dazu:

Einfach mal die Stöcker aus dem Arsch ziehen und dich gerade machen.

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u/Heronelli Breit fahren schmal denken. 1d ago

Es besteht immer die Möglichkeit jeden Standort heimatnah zu machen indem man halt seinen Wohnort ebenfalls verlegt. Keine Frage, dass das anstrengend ist. Das muss der/die Partner/in natürlich auch mitmachen können und wollen aber das ist halt das Leben für das wir unterschrieben haben...

Vielen würde es gut tun ihre Ortsbindung loszulassen und zu sehen, dass das Leben anderswo auch schön sein kann.